Die Gefängniszellen im Bahnhof Zoo sehen aus wie eine Filmkulisse: fensterlose kleine Räume mit dunkelroten Klinkerwänden, gelb gestrichene Türen – ein Überbleibsel aus den 70er-Jahren, als die Polizei dort Menschen eingesperrt hatte: Gewalttäter, Kriminelle sowie Drogen- und Alkoholabhängige wie Christiane F., über deren tragisches Leben Regisseur Ulrich Edel 1981 den berühmten Film über die Kinder vom Bahnhof gedreht hatte. Auch Christiane F. soll einst in einer dieser Zellen gesessen haben. Genau hier, am Ort des Wegsperrens, wird ein Ort der Begegnung entstehen.

Die leerstehenden Gefängniszellen gehören zu einem etwa 500 Quadratmeter großen Komplex im Gebäude des Bahnhofs Zoologischer Garten am Hardenbergplatz. Die Berliner Stadtmission wird den Komplex in den kommenden Jahren zu einer Bildungs- und Begegnungsstätte umbauen.

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