Berlin - Mehr als die Hälfte der öffentlichen Berliner Schulen ist nicht rollstuhlgerecht. Knapp 400 von 679 Schulen gelten als ungeeignet für Rollstuhlfahrer, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Antwort der Senatsbildungsverwaltung auf eine Anfrage der Abgeordneten Regina Kittler (Linkspartei) hervorgeht. Die Verwaltung verweist auf eine Erhebung vom Frühjahr. Demnach sind nur neun Prozent der öffentlichen Schulen vollständig rollstuhlgerecht. Weitere 15 Prozent gelten als „größtenteils“ rollstuhlgeeignet, 18 Prozent als „teilweise“.

Besonders bei den Grundschulen besteht Nachholbedarf. So gibt es in den Bezirken Mitte, Neukölln, Marzahn-Hellersdorf und Reinickendorf keine einzige vollständig rollstuhlgerechte Grundschule. Im Bezirk Mitte eignen sich die Grundschulen nur teilweise für Kinder, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Die meisten Grundschulen mit rollstuhlgerechten Vorkehrungen bietet Steglitz-Zehlendorf.

Bei den weiterführenden Schulen bietet sich ein gemischtes Bild. Überwiegend rollstuhlgerecht sind Schulen mit sonderpädogischen Förderschwerpunkten. In dieser Kategorie findet sich keine Schule, die nicht rollstuhlgerecht ist. (epd)