Es sollte ein Schaufensterprojekt sein, ein Testlauf für die Zukunft. Doch bislang ist der elektrische Betrieb der Buslinie 204 zwischen Bahnhof Zoo und Südkreuz nicht richtig in Gang gekommen. Seit Beginn der Fahrten am 31. August waren nur an sieben Tagen alle vier Elektrobusse von Betriebsbeginn bis Betriebsschluss durchgehend im Einsatz.

„Am 31. August, 1. September sowie vom 8. bis 12. September“, sagte Petra Reetz, die Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), am Freitag. Seit einigen Tagen stehen die vier Elektrobusse in der Werkstatt – und da werden sie wohl vorerst bleiben. Grund: Die Batterien der Busse sind beschädigt.

Warten auf Ersatzteile

„Unsere Techniker gehen davon aus, dass die Busse auch in der kommenden Woche noch nicht wieder auf Linie gehen werden“, teilte Reetz mit. „Ersatzteile müssen erst noch geliefert werden.“ Ursache für die Schäden an den Batterien war eine Überspannung, die den Stromspeicher angegriffen hat. Nun soll in jede Batterie ein sogenanntes Schütz eingebaut werden, das für ein zusätzlichen Widerstand sorgt.

Der Strombetrieb der Buslinie 204 ist Teil des „Schaufensters Elektromobilität“ in Berlin und Brandenburg. Der Bund fördert ihn mit 4,1 Millionen Euro. Die Busse vom Typ Solaris Urbino 12 electric sind mit einem Lithium-Ionen-Batteriesystem des Typs Primove von Bombardier ausgestattet, das an den Endhaltestellen kontaktfrei geladen werden kann. „Das Aufladen hat problemlos funktioniert“, so Reetz. Doch nun fahren Dieselbusse auf der 6,1 Kilometer langen Strecke.