Er ist gerade mal 24 Stunden als neuer Bau-Staatssekretär im Amt, da muss Andrej Holm seinen Lebenslauf korrigieren. Ihm sei erst jetzt durch Einblick in die von Medien veröffentlichte Kaderakte des Ministeriums für Staatssicherheit klar geworden, dass er in der Wendezeit als hauptamtlicher Stasi-Mitarbeiter tätig war, räumte Holm am Mittwoch ein. Zuvor sei er der Auffassung gewesen, er habe sich damals noch in der Ausbildung befunden und hätte die Tätigkeit als hauptamtlicher Mitarbeiter erst danach aufnehmen sollen.

Durch diese Korrektur gerät Holm gehörig unter Druck. Bei seiner Anstellung an der Humboldt-Universität 2005 hatte der Stadtsoziologe angegeben, nicht für die Stasi gearbeitet zu haben. Er verwies in seinem Lebenslauf lediglich darauf, vom 1. September 1989 bis zum 14. Februar 1990 eine „Grundausbildung“ beim Stasi-Wachregiment Feliks Dzierzynski absolviert zu haben.

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