Werder/Havel - Eine gut besuchte Festmeile und großer Andrang auf den Höfen der Obstbauern: Das 139. Baumblütenfest in Werder/Havel (Potsdam-Mittelmark) ist nach zwei Wochen zu Ende gegangen. Die Bilanz sei gut, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) am Sonntag zum Abschluss.

Gefragte Obstweinsorten seien an manchen Ständen schnell ausverkauft gewesen. Die Besucher spazierten über die Festmeile oder unterhielten sich mit den Bühnenprogrammen.

Feierlaune durch schönes Wetter gestiegen

Die Zahl der registrierten Straftaten stieg im Vergleich zum Vorjahr merklich. Es waren bis Sonntagabend 375 - im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 270 gewesen. Die Polizei führt den Anstieg auf das schöne Wetter und den Brückentag vor dem 1. Mai zurück. Dadurch sei „die Feierlaune doch stärker befördert worden“, sagte Polizeidirektor Karsten Schiewe in einer ersten Bilanz.

Den größten Anteil unter den Straftaten (168) hatten Drogendelikte. Zudem mussten die Beamten unter anderem bei Beleidigungen und Körperverletzungen einschreiten.

Nach dem schweren Unfall auf einem Fahrgeschäft, bei dem eine 31 Jahre alte Frau aus Templin schwer verletzt wurde, wurde ein Gutachter angefordert. Das Fahrgeschäft wurde für die Ermittlungen geschlossen. Die Frau liegt mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen noch im Krankenhaus. Die Polizei geht nach eigenen Angaben von einem Unfall aus.

Noch laufen nach Polizeiangaben auch die Ermittlungen wegen einer mutmaßlichen Vergewaltigung am vergangenen Sonntag. Opfer war eine 18-Jährige.

Seit 1879 laden Obstbauern in Werder Interessierte ein, sich auf ihren Plantagen umzusehen und die Blüte von Apfel- oder Kirschbäumen und Beerensträuchern zu feiern. (dpa)