Baumblütenfestes in Werder/Havel: Trotz 350 Straftaten zieht Bürgermeisterin positive Bilanz

Werder/Havel - Das 140. Baumblütenfest in Werder/Havel (Potsdam-Mittelmark) hat Zehntausende von Besuchern angezogen. Die erste Bilanz fällt positiv aus: „Wir hatten viele tolle Momente in diesem Jahr“, sagte Werders Bürgermeisterin, Manuela Saß, kurz vor dem Abschluss am Sonntagnachmittag, „angefangen vom Baumblütenball mit über 400 Menschen über den Festumzug mit über 70 Gruppen und Vereinen bis zum Werder-Tag mit tollem Bühnenprogramm.“ Besonders freue die CDU-Politikerin, dass die 140. Veranstaltung auf den vielen Obsthöfen, die viele Besucher anzogen, wieder zu ihre Ursprüngen zurückgefunden habe.

Auf dem Obstpanoramaweg entlang einiger Plantagen seien Fahrradkarawanen unterwegs gewesen. „Die Busse konnten an den beiden Samstagen gar nicht alle Fahrgäste mitnehmen, die vom Bahnhof auf die Höfe wollten“, sagte Saß. Hotels, Pensionen, Campingplätze und Ferienunterkünfte seien nahezu ausgebucht gewesen. Die Bundespolizei zählte insgesamt rund 180.000 an- und abreisende Besucher in den Zügen bis zum Samstagabend.

Mehr als 350 Straftaten von Diebstählen bis Körperverletzung

Auch in diesem Jahr sei das Fest von negativen Vorfällen nicht verschont geblieben, so Saß. „Wenn jemand die Wirkung des Obstweins unterschätzt hat, wird er von Freunden manchmal einfach liegengelassen.“

Allein das Brandenburger Polizeipräsidium registrierte bis Samstagabend 203 Straftaten - darunter vor allem Körperverletzungsdelikte, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie Diebstähle und Beleidigungen, sagte ein Polizeisprecher. Hinzu kamen rund 150 Straftaten der Bundespolizei, die am Bahnhof Werder/Havel und entlang der Stadtbahnstrecke bis nach Berlin gezählt worden seien. Damit bewege sich die Zahl ungefähr auf Vorjahresniveau, wie Sprecherin Franziska Krämer sagte.  (dpa)