Berlin - Am Alexanderplatz in Mitte wird bislang zwar keines der geplanten Hochhausprojekte verwirklicht, dafür verschwindet aber ein Schandfleck. Das Parkhaus in der Keibelstraße 6 hinter dem Sitz des Bundesumweltministeriums wird im kommenden Jahr abgerissen. Das bestätigte am Freitag Heinrich Raatschen, der Sprecher der Westfälischen Grundbesitz AG (WGF). Das Unternehmen aus Düsseldorf will mit dem Berliner Unternehmen Sonus an dem Standort neue Wohn- und Geschäftshäuser errichten.

Die Gebäude sollen bis zu 30 Meter hoch werden. Die Erdgeschosse sollen öffentlich genutzt werden. Dort sollen eine Kindertagesstätte, Arztpraxen sowie ein Supermarkt einziehen. In den Etagen darüber sind nach Angaben von Raatschen 270 bis 310 Wohnungen vorgesehen, die eine Größe zwischen 55 und 103 Quadratmeter haben. Eine Nummer größer werden die Penthäuser: Sie sollen über 158 Quadratmeter Wohnfläche verfügen.

Die Fertigstellung der Wohnanlage ist für das Jahr 2015 geplant. Die Architektur musste die WGF in den vergangenen Wochen allerdings überarbeiten, weil Senatsbaudirektorin Regula Lüscher im Frühjahr mit den ersten Entwürfen des Projekts nicht zufrieden war. Die Häuser sind nun terrassenförmig gestaltet. Zudem gibt es zwischen den Gebäuden öffentlich zugängliche Grünflächen. Der Komplex ist nicht der einzige Neubau in dem Gebiet nördlich des Alexanderplatzes. So eröffneten in diesem Frühjahr an der Otto-Braun-Straße bereits mehrere Hotels wie das Holiday Inn sowie das Boutique-Hotel Indigo. Zudem will die Sonus an der Ecke Moll- und Otto-Braun-Straße auf einem Parkplatz neue Büros und Wohnungen errichten.