Berlin - Ein Hundehalter, der möglicherweise mit dem tödlichen HIV-Virus infiziert ist, hat in Schöneberg einem 35-jährigen Polizisten ins Bein gebissen. Der 26-jährige Sascha M. hatte am Dienstagabend in der Motzstraße seinen Hund ausgeführt. An einem Blumenkübel vor einer Bäckerei  hob der Hund sein Bein, wobei er auch einen darunter liegenden Teppich beschmutzte.

Von einem Gast der Bäckerei zur Rede gestellt, kam es zum Streit, bei dem sich der Hundehalter „homophob“ beleidigt und bedroht fühlte und dem Gast Pfefferspray ins Gesicht sprühte.

Leicht blutende Wunde

Herbeigerufene Polizeibeamte trafen den Mann an einem Imbiss in der Nähe mit seinem Lebensgefährten. Als sie ihm gefährliche Körperverletzung vorwarfen, reagierte er laut Polizei aufgebracht  und verweigerte die Herausgabe des Pfeffersprays. Als er durchsucht werden sollte, schlug Christian M. um sich, worauf die Beamten ihn zu Boden brachten.

„Dabei biss der Tatverdächtige, wissend, dass er HIV-erkrankt ist, dem Beamten in die Innenseite des Oberschenkels“, heißt es in der internen Mitteilung der Polizei. Der Beamte erlitt eine leicht blutende Wunde.

Christian M. selbst sagt jedoch, er sei nicht HIV-infiziert. Bis ein Test Klarheit bringt, können Wochen vergehen. Nach Angaben seiner Kollegen soll der 35-jährige Beamte Todesängste haben.