Beatrix von Storch (AfD)
Foto: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

BerlinDie AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch will sich nicht um den Landesvorsitz der Partei in Berlin bewerben. „Der Sprecher der Berliner AfD sollte sich angesichts der großen Herausforderungen ganz auf die Arbeit des Landesverbandes und die Landespolitik konzentrieren können, soweit sich der Landesparteitag erneut für eine Einerspitze entscheidet“, teilte von Storch am Mittwochabend mit. „Als stellvertretende Bundessprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion ist mein politisches Tätigkeitsfeld vor allem die Bundespolitik. Deshalb beabsichtige ich nicht, auf dem kommenden Parteitag für diese Position zu kandidieren.“

Der Landesparteitag ist für den 25./26. Januar geplant. Ein Sprecher der Partei erklärte am Mittwoch, er gehe davon aus, dass er stattfinde. Allerdings steht der Veranstaltungsort noch nicht fest. Der Berliner AfD-Landesverband hat den Parteitag bereits zweimal abgesagt, weil die Partei keine Räume dafür gefunden hatte. Laut Parteisatzung ist der alte Vorstand nicht mehr im Amt, seit Anfang des Jahres gibt es einen Notvorstand, zu dem auch Beatrix von Storch gehört.

Der bisherige Landesvorsitzende, Georg Pazderski, hatte Mitte Januar überraschend angekündigt, nicht mehr für ein Vorstandsamt kandidieren zu wollen. Der 68-Jährige behält sich nach eigenen Angaben aber vor, sich um ein Mandat im Bundestag oder im Abgeordnetenhaus zu bewerben und zunächst Chef der Berliner AfD-Fraktion bleiben zu wollen.