Berlin - Noch vor kurzem schienen die Fronten klar abgesteckt. Bezirk, Bürgerinitiative und Naturschützer auf der einen Seite, Senat und Investor auf der anderen. Bei den Planungen für ein Wohnquartier auf dem früheren US-Truppenübungsplatz „Parks Range“ in Lichterfelde Süd hatten Bezirk und Anwohner ähnliche Vorstellungen: Moderate Bebauung an den Rändern der fast hundert Hektar großen Fläche und großräumiger Erhalt der Natur. Steglitz-Zehlendorfs Bürgermeister Norbert Kopp (CDU) wies Überlegungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung von rund 3000 neuen Wohnungen stets klar zurück: „Das wird es mit uns nicht geben“, so damals sein Kommentar.

Entsprechend groß ist die Enttäuschung beim örtlichen Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd, seit bekannt wurde, dass es an der Bezirksspitze offensichtlich eine Kehrtwende gab. In einer von Kopp unterschriebenen Absichtserklärung sprechen die Groth Gruppe, Eigentümerin des Geländes, sowie Baustadtrat Norbert Schmidt (CDU) jetzt von bis zu 2 700 Wohnungen. Bislang hatte man zwischen 500 und 1600 neue Wohnungen für vertretbar gehalten, Rathauschef Kopp nannte noch Anfang des Jahres eine Obergrenze von 2000 Wohnungen.

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