Für die einen ist es ein neoliberaler Trick zum Sozialabbau, andere loben es als Weg in die Freiheit, wieder andere halten es für ein kommunistisches Luftschloss – das bedingungslose Grundeinkommen (BGE). Die Idee: Jeder Bürger erhält monatlich einen festen Geldbetrag, der ihm ein anständiges Leben ermöglicht, einfach so, ohne Gegenleistung, ohne Bedingungen, ein Leben lang. Knapp zwei Drittel aller Europäer können sich laut Umfragen damit anfreunden. Am Sonntag stimmen die Schweizer über die Einführung eines BGE ab. Zwar werden sie das Angebot wohl ablehnen. Aber darauf kommt es erstmal gar nicht an.


Freunde des BGE argumentieren, eine reiche Gesellschaft müsse sich eine bedingungslose Absicherung  einfach leisten können, schließlich wachse die Wirtschaftsleistung unaufhörlich. Das  BGE gebe den Menschen Sicherheit, die ihnen die Freiheit verleiht, zu tun, was nötig ist, unabhängig vom Zwang zur Lohnarbeit. Zudem mache das BGE viele Sozialleistungen überflüssig, sei daher finanzierbar.

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