Berlin -  Ein kleiner Apfelbaum wächst jetzt im Hof des Hauses in der Kreuzberger Nostitzstraße. Er ist der ganze Stolz von Stefan Elfenbein. Der 57-Jährige steht am Rande des Beetes, in dem sich der Apfelbaum aus dem Schatten der Seitenflügel dem Tageslicht entgegenstreckt; ein Beet, in dem auch Tulpen blühen, Waldmeister wuchert und Bohnenkraut seinen Duft verströmt. Vor eineinhalb Jahren war diese tischtennisplattengroße Fläche noch zubetoniert. Elfenbein hat den Beton entfernt, viele Eimer Erde und die Pflanzen herbeigeschafft.

Neben dem Hobbygärtner steht eine junge Frau, die erst in ihr Notizbuch blickt und dann fragt: „Und wo ist das Ochsenauge? Auf meiner Liste steht, dass zwei Pflanzen angeschafft wurden.“ Die junge Frau ist Theresa Burre, die 27-Jährige studiert Landschaftsarchitektur, arbeitet nebenher als sogenannte Grünberaterin für den Stadtteilausschuss Kreuzberg und unterstützt so den Bezirk. Sie hat Elfenbein Tipps gegeben, wie er dem Hinterhof zu neuem Leben verhelfen kann, welche Pflanzen auf dem stark verdichteten Boden überleben können, welche Stauden sich an den alten Mauern wohlfühlen und Insekten Nahrung bieten.

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