Berlin - Da gebe es „noch Spielraum“. Damit kritisierte sie die Entscheidung der SPD-geführten Senatsbildungsverwaltung, keine dritte 5. Klasse am Pankower Rosa-Luxemburg-Gymnasium zuzulassen.

Dort hatten etwa 120 Schüler den dafür nötigen Test bestanden, dennoch darf die Schule nur zwei Klassen für begabte Schüler einrichten. Auch am Otto-Nagel-Gymnasium in Biesdorf mussten als besonders begabt eingestufte Schüler abgewiesen werden. Erstmals werden damit in diesem Jahr nicht alle für geeignet befundenen Schüler einen Platz in Schnelllernerklassen erhalten.

Dort lernen Schüler, die einen Intelligenztest bestehen, den regulären Schulstoff in kürzerer Zeit. In der gewonnenen Zeit beschäftigen sie sich im Sinne der Begabtenförderung mit Zusatzaufgaben, etwa mit mathematischen Knobeleien.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) und Abteilungsleiter Ludger Pieper begründen die Absage mit dem Koalitionsvertrag. Demnach darf der Anteil der genehmigten 5. Klassen nicht weiter steigen. Rechne man Ballettschule und Eliteschulen des Sports hinzu, sei die Obergrenze von 70 fünften Klassen erreicht. Die CDU bezweifelt das, tatsächlich gab es schon mal 71 Klassen.

An allen 36 staatlichen Oberschulen, die mit der 5.Klasse beginnen, gab es dieses Jahr 2247 Anmeldungen auf 1890 Plätze, an den privaten Oberschulen waren es 630 Anmeldungen auf 500 Plätze.