Berlin -  Wahrscheinlich schauen sie jetzt noch öfter auf ihr Handy als ohnehin schon. Unruhig sind die Leiter von Berliner Einrichtungen für Behinderte in den zurückliegenden Monaten der Corona-Pandemie geworden. Beunruhigt sind sie, dass ihre Bewohner weiterhin schutzlos dem Virus ausgesetzt sind. Sie warten auf den erlösenden Anruf, dass sie bald Besuch bekommen: Bis zu neun mobile Impfteams sind seit diesem Dienstag in Berlin unterwegs. Sie sollen 800 Dosen pro Tag verabreichen. 14.000 Erstimpfungen stehen allein bei den geistig Behinderten noch aus.

Seit Mitte März waren lediglich zwei Teams in der Stadt unterwegs, vom Impfzentrum im ehemaligen Flughafen Tegel aus wurden sie gesteuert. Insgesamt 150 Dosen hatten sie an Bord. Sie hätten eine gefühlte Ewigkeit benötigt, um dem Bedarf zu decken. Die freien Wohlfahrtsverbände der Stadt, von Arbeiterwohlfahrt über Caritas und Diakonie bis zum Deutschen Roten Kreuz, sahen darin einen Skandal. Zusammengeschlossen in der „Liga der Spitzenverbände“ sprachen sie mit einer Stimme, sprachen bei der zuständigen Senatsverwaltung für Soziales sowie der für Gesundheit vor, erhöhten den Druck - und haben damit nun offenbar Erfolg.

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