Berlin - Ben* kam mit einer Hirnschädigung zur Welt. Der Junge war das achte Kind von Claudia W. Er konnte mit seinen dreieinhalb Jahren nicht laufen, nicht sitzen, nicht sprechen. Meist kniete das Kind oder es krabbelte. Am 6. Juni vorigen Jahres wurde der Junge wie jeden Abend gebadet. Sein Vater Abdallah K. brachte ihn in der Wohnung in Buch in die Wanne. Auch beim Baden kniete der Junge.

Abdallah K. drehte den Wasserhahn auf, entfernte den Hebel, damit Ben nicht den Strahl des Wassers verstärkte. Angeblich nahm er auch den Stöpsel aus der Wanne, damit das Wasser abfließen konnte. Dann klingelte Abdallah K.s Handy, und der Vater des Kindes ging auf den Balkon. 36 Minuten dauerte das Telefonat, ergaben die Ermittlungen. Niemand in der Wohnung bemerkte, dass Ben in der Badewanne umgekippt und mit dem Kopf unter Wasser geraten war. Als seine Mutter ihn schließlich aus der vollen Badewanne zog, war es zu spät. Zwölf Tage später starb der Junge in einem Krankenhaus an den Folgen des Unfalls.

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