Ein nicht dekoriertes Schaufenster bei Karstadt 
Foto: dpa/Ralf Hirschberger

BerlinAuch drei Tage nach der frohen Kunde – nach der Überraschung, an die kaum noch jemand geglaubt hatte – ist Christine Neumann noch ganz benommen vor Freude. Der Kaufhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof hatte angekündigt, elf Filialen in Berlin zu schließen. Nun, nach wochenlangen Verhandlungen, scheinen doch neun Filialen gerettet.

Darunter auch die in der Wilmersdorfer Straße, in der Christine Neumann arbeitet. „Das ist alles wie eine übermächtige Welle“, sagt die 51-jährige Verkäuferin. „Erst waren wir völlig am Boden zerstört, weil wir geopfert werden sollten. Nun werden wir wohl doch gerettet.“ Sie lacht, und doch klingt es angestrengt. „Es ist einfach zu viel auf einmal. Zu viele Themen gleichzeitig, zu viel Aufregung, zu viel Kampf, zu viele Gefühle.“ Einige hatten sogar schon ihre Kündigungen erhalten. „Nun sind wir heilfroh, dass wir nicht arbeitslos werden.“ Sie sagt, dass sie mit über 50 ganz sicher keine Festanstellung – und dann auch noch Vollzeit –  bekommen hätte.

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