Das Logo des Konzerns in Siemensstadt.
Foto: Reuters

BerlinDie Konzernzentrale des neuen Unternehmens Siemens Energy in Berlin könnte in Moabit entstehen. Das Gasturbinenwerk an der Huttenstraße wird als erstes als möglicher Standort geprüft, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Mit dem Senat sei vereinbart worden, nun „gemeinsam die Realisierbarkeit sowie die städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten“ zu prüfen. Ein weiterer großer Standort ist das Schaltwerk in Siemensstadt.

Siemens prüft, ob sich auf dem Moabiter Areal der denkmalgeschützten Turbinenhalle „produktionsnahe Büroarbeitsräume“ schaffen lassen. Das Land habe zugesagt, bei der Mitarbeitergewinnung zu helfen und die Straßenbahnlinie M10 zügig auszubauen. Sie wird bis 2022 vom Hauptbahnhof zur Turmstraße verlängert. Der Senat hat beschlossen, die Linie später über die Huttenstraße bis zum S-und-U-Bahnhof Jungfernheide weiterzuführen.

Siemens hat sein milliardenschweres Energiegeschäft abgespalten und Ende September an die Börse gebracht. Das Unternehmen ist mit 91.000 Beschäftigten in verschiedensten Bereichen von der Windkraft über Stromübertragung bis zu Turbinen für Gas- und Kohlekraftwerke tätig. Vor dem Börsengang hatte Siemens bekannt gegeben, die Konzernzentrale mit rund 150 Beschäftigten in Berlin anzusiedeln.