Das teilte Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn am Donnerstag dem Unterausschuss Beteiligungsmanagement des Berliner Hauptausschusses mit. Das Gremium hatte Mehdorn und den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) eingeladen, um Neues von dem Pannenprojekt zu erfahren.

Nun muss Siemens ’ran, um eine dynamische Steuerung für das Nachströmen von Frischluft zu integrieren. Für 15 Millionen Euro, wie Mehdorn den Abgeordneten sagte. Die Anlagentechnik stammt bereits von Siemens.

Der BER-Chef erläuterte außerdem sein Konzept, im Nordflügel des neuen Flughafens den Betrieb zu trainieren – ab März oder April 2014 mit einigen wenigen Flügen pro Tag, die von Germania und Condor bestritten werden. Während vor allem die Grünen Skepsis äußerten, zeigten sich die Abgeordneten der Regierungsfraktionen SPD und CDU am Schluss überzeugt von dem Plan.

Mehdorn bestätigte, dass für die notwendige Ummöblierung des Nordpiers und für weitere Arbeiten rund sechs Millionen Euro veranschlagt werden. Zusätzlich fallen für jeden Testbetriebsmonat rund 500 000 Euro Betriebskosten an – unter anderem für den Bus, der Fluggäste vom Bahnhof Schönefeld zum BER-Nordpier bringen wird.

Die Fluggäste müssten vorab gut informiert werden, damit sie nicht versehentlich zum heutigen Flughafen fahren, rieten Abgeordnete. Mehdorn betonte, dass auf den Tickets weiterhin SXF (für Schönefeld) und nicht BER stehen werde.

Andreas Otto (Grüne) zeigte sich nach der Sitzung unzufrieden. „Für dieses Projekt gibt es weiterhin keinen verlässlichen Zeit- und Kostenplan“, sagte er. Offenbar sollten die Bürger vor der Bundestagswahl nicht mehr die bittere Wahrheit erfahren, dass sich das Vorhaben weiter hinzieht und teurer wird.