Berlin - Es hätte ein schöner Termin für Kamerateams und Fotografen werden können. Jetzt geht’s los – das wäre das Motto gewesen. Jetzt geht die Arbeitsgruppe „Sprint“, mit der Flughafenchef Hartmut Mehdorn die Fertigstellung des BER beschleunigen will, ans Werk. Doch zum Auftakttreffen am 1. Mai im künftigen Terminal ließ die Flughafengesellschaft keine Journalisten zu – allen Ankündigungen zum Trotz, die Öffentlichkeit besser über das Projekt BER zu informieren.

Stattdessen gab es nur eine dürre Pressemitteilung, gefolgt von drei Fotos und am Tag darauf auch einem Film, der die Expertenrunde zeigt. Die Informationspolitik ist nun auf Kritik gestoßen – unter anderem beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), der wie das ZDF im „Project Management Office“, der Schaltzentrale, nicht drehen durfte.

Der am Donnerstag nachgelieferte Videofilm sei für die Berichterstattung nicht ausreichend, sagte Justus Demmer, Sprecher des rbb. „Unsere Aufgabe ist es nicht, Verlautbarungen entgegen zu nehmen. Für uns bedeutet Journalismus, Fragen zu stellen.“ Flughafenchef Mehdorn zeige, dass er nicht willens sei zu kommunizieren, sagte der Abgeordnete Martin Delius (Piraten). „Er ist ein Manager der alten Schule, der nicht gefragt werden möchte. Das Unternehmen ist jetzt noch intransparenter als bisher geworden.“ Die Flughafengesellschaft entgegnete, es habe sich um einen internen Termin gehandelt.