Berlin - Die beiden Männer, an denen jetzt Klaus Wowereits Schicksal hängt, tragen dunkle Mäntel und bunte Krawatten. Sie gehen eilig durch das gewaltige Foyer des Preußischen Landtags, dem heutigen Abgeordnetenhaus von Berlin. Es ist Montagmittag, eben ist eine vierstündige Krisensitzung der Sozialdemokraten zu Ende gegangen. Jetzt wollen sich die beiden erst einmal in Ruhe unterhalten. Raed Saleh, 35 Jahre alt, seit gut einem Jahr Fraktionschef der SPD und Jan Stöß, 39 Jahre alt, seit gut einem halben Jahr Parteivorsitzender. Sie sind die neue Generation der Hauptstadt-SPD, politisch eng verbunden, beide links von der Mitte, aber mit sehr pragmatischen Zügen.

Sie wollen beraten, was noch zu tun und zu sagen ist. An diesem Montag steht in allen Zeitungen, dass das größte und bedeutendste Bauprojekt der Region, der Flughafen Berlin-Brandenburg (BER), sich weiter verzögert und noch teurer wird. Schon wieder muss der Eröffnungstermin verschoben werden, schon wieder kam das stückchenweise heraus. Es gibt viele Fragen und fast keine Antworten. Bis zum Nachmittag ist von Wowereit nichts zu hören. Die Gesellschafter tagen.

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