Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) will nicht ausschließen, dass der neue Großflughafen in Schönefeld erst 2018 an den Start gehen kann. „Ich glaube nicht, dass es eine entscheidende Frage ist, ob wir Ende 2017 oder vier Wochen später eröffnen“, sagte Müller im Gespräch mit der Berliner Zeitung. Die Möglichkeit, trotz des Baurückstands die Eröffnung wie geplant 2017 zu schaffen, bestehe nach wie vor. „Aber es wird von Tag zu Tag enger.“

Kurz vor der BER-Aufsichtsratssitzung an diesem Freitag wollte Müller damit  erneut klarstellen, dass es aus seiner Sicht keinen politisch gesetzten Eröffnungstermin geben darf. Der Senatschef ist auch Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft FBB. Eine Situation wie 2012, als der BER-Start nur wenige Wochen vor der Eröffnungsfeier geplatzt war, will er vermeiden. Dazu gehört auch, dass Flughafenchef Karsten Mühlenfeld frühzeitig offenlegen soll, wenn er und Technikchef Jörg Marks den Termin als nicht mehr einhaltbar betrachten.

Druck gehöre dazu

Der Senatschef äußerte  seine Erwartung, dass der Aufsichtsrat am Freitag weitere Klarheit bringt. „Sieht Herr Mühlenfeld eine ernsthaft realistische Chance, auch mit verzögerten Genehmigungsverfahren, noch in 2017 starten zu können?“ Darum gehe es bei dem Treffen, sagte Müller. Es ist also nicht auszuschließen, dass der Aufsichtsrat nach seiner Sitzung bekanntgibt, dass eine Eröffnung 2017 nicht mehr möglich ist. Allerdings äußerte Müller auch Verständnis für die Haltung des Flughafenchefs, von den Zeitplänen für die Fertigstellung nicht vorzeitig abzurücken.

„Ich teile den Ansatz von Herrn Mühlenfeld, allen Beteiligten zu vermitteln, dass wir fertig werden wollen“, sagte der Senatschef. Dazu gehöre auch Druck. Auf diese Weise sei man am Flughafen gut vorangekommen, nun hänge man leider an den  Genehmigungsverfahren in Brandenburg.

So ist bislang nicht absehbar, wann das Bauordnungsamt des Landkreises Dahme-Spreewald den geplanten Umbau der Entrauchungsanlage genehmigt.

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