So ein Stillstand kann ja sein Gutes haben, jedenfalls für eine Weile. Da auf der Baustelle kaum etwas läuft, gibt die Flughafengesellschaft für den BER derzeit weniger Geld aus als eingeplant: In diesem Jahr liege der Finanzbedarf bei 650 Millionen statt der veranschlagten 895 Millionen Euro, so Geschäftsführer Hartmut Mehdorn. Knapp ein Drittel davon wurde im Januar ausbezahlt. Bei den Kosten sei die Lage recht entspannt, heißt es seitens der drei Gesellschafter.

Doch das ist höchstens die halbe Wahrheit. Alle Beteiligten wissen, dass mit der Bau- und Startverzögerung notwendige Ausgaben nur in die Zukunft verschoben sind. Kein einziger Posten auf der Rechnung entfällt, im Gegenteil: Es kommen immer neue hinzu. So soll Mehdorn der Sonderkommission des Bundesverkehrsministeriums zum BER jüngst erklärt haben, jeder Monat Aufschub koste 30 bis 40 Millionen Euro, rund doppelt so viel wie bislang angenommen. Zu dieser Differenz und Details habe sich der Flughafenchef nicht geäußert, heißt es offiziell, die Zahlen seien nicht belastbar.

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