Berlin - Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) berät seit Dienstag über eine weitere Flugroute vom künftigen Hauptstadtflughafen. Verhandelt wird die Klage von Anwohnern und Naturschutzverbänden gegen die geplanten Flüge über den Müggelsee.

Bei Ostwind sollen künftig rund 122 Maschinen pro Tag den See überqueren. Die Kläger kritisieren, dass das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung nicht geprüft hat, ob die Flüge für die Umwelt verträglich sind. Das Amt betont, dass dies nicht vorgeschrieben sei.

Im Januar hatte das Gericht die Wannsee-Flugroute gekippt, die über einen Forschungsreaktor führt. Das Risiko für einen Flugunfall oder einen terroristischen Anschlag sei nicht ermittelt worden, hieß es. Das Bundesamt geht dagegen in Revision und hofft auf eine Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts. (dpa)