Berlin - Draußen schien die Sonne auf eine liebliche Schneelandschaft, drinnen wurde unbarmherzig abgerechnet. Bis zum übernächsten Jahr würden sich die Kosten für den BER und eine verfehlte Luftverkehrspolitik auf 21,2 Milliarden Euro summieren, trug Frank Welskop von der Grünen Liga in den Brandenburg-Stuben von Schloss Diedersdorf vor. Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn sei ein Hochstapler, die Mitglieder des Aufsichtsrats seien „inkompetent, dumm und ebenfalls Betrüger“. Anschließend geißelte Dieter Faulenbach da Costa, der an dem Schönefelder Flughafenprojekt anfangs selbst beteiligt war, unfähige Planer und die „provinziellen Politiker in Berlin“.

Ferdi Breidbach, der auf dem Podium saß, nickte zustimmend. Der gebürtige Rheinländer und einstige CDU-Bundestagsabgeordnete ist bekannt als jemand, der kompromisslos dafür streitet, dass der BER woanders eröffnet – jedenfalls nicht dort, wo heute der Terminaltorso dahin dämmert. Breidbach, 75 Jahre alt, und seine „Neue Aktion“ hatten am Sonnabend andere Bürgerinitiativen zu einer Fachtagung zum Flughafenprojekt eingeladen. Mehr als 50 Menschen, meist Männer, kamen in das Dorf südlich von Berlin.

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