Ursprünglich wollte Flughafenchef Hartmut Mehdorn dem Aufsichtsrat am 25. Oktober mitteilen, wann der Flughafen den Betrieb aufnimmt. Doch am Freitag musste er eingestehen, dass er dann möglicherweise noch nicht so weit ist. „Ja, es kann länger dauern. Wir unterziehen uns keinem Leistungsdruck“, teilte Mehdorn mit.

Unterdessen schließen Beobachter nicht mehr aus, dass sich die Gesamteröffnung bis 2016 verzögert. „Es wird werden – ob 2015 oder 2016, werden wir sehen“, sagte Stephan Loge (SPD), Landrat des Kreises Dahme-Spreewald.

Zwar halte er an der Vorgabe fest, die Terminplanung in zwei bis drei Monaten abzuschließen, sagte Mehdorn. Er werde aber erst dann sagen, wann der neue Schönefelder Flughafen komplett ans Netz geht, wenn er sich sicher sei. „Das muss ein Termin sein, den wir risikofrei erreichen können“, versicherte der Flughafenchef. „Dafür nehmen wir uns Zeit.“

Erst müsse Klarheit darüber geschaffen werden, welche Arbeiten in welchen Zeiträumen zu leisten sind. Wenn es etwas länger dauere, bis der Countdown zur Eröffnung feststehe, sei das nicht zu ändern.

Schlimmer als bei den Ex-Chefs

Wie Mehdorn sagte, sprechen die Verantwortlichen jetzt mit der Firma Siemens, die nun die Steuerung der Entrauchungsanlage im Terminal fertigstellen soll. „Wir haben ein Angebot bekommen, in vier Wochen soll der Vertrag fertig sein.“ Laut Siemens könnte der BER frühestens im Sommer 2015 ans Netz gehen. „Wir wollen erreichen, dass es schneller geht. Ich würde mir wünschen, dass es 2014 klappt“, so der BER-Chef.

Doch auch in der Verwaltung des Landkreises Dahme-Spreewald ist man skeptisch, ob es so schnell geht. Erst seit einiger Zeit sei die Kommunikation gut, hieß es dort. „Jetzt gibt es zentralisierte Ansprechpartner. Wir spüren eine Verbesserung. Davor hatten wir oft den Eindruck, dass es schlimmer war als unter Rainer Schwarz und Manfred Körtgen“ – den inzwischen abgesetzten Geschäftsführern der Flughafengesellschaft.