Berlin - Die Fischerhütte am Schlachtensee wollte am Freitag eigentlich in ein fröhliches Oktoberfest starten, das drei Wochenenden andauern sollte. Nun hat der Wirt Joseph Laggner die Feierlichkeiten um eine Woche nach hinten verschoben. Das ursprünglich als 2G-Veranstaltung (Geimpfte und Genesene) geplante Oktoberfest war von Laggner kurzum zu einer 1G-Veranstaltung erklärt worden, was einen Shitstorm auf Facebook und der Plattform golocal.com erzeugte. Laggner und die Fischerhütte wurden wüst beleidigt, manche User verstiegen sich dabei sogar zu Vergleichen mit dem nationalsozialistischen Deutschland.

Genesene bekommen Tickets erstattet

Die Verschiebung des Festes habe mit dem Shitstorm jedoch nichts zu tun, sagt Laggner der Berliner Zeitung am Telefon. Es ginge lediglich darum, mehr Zeit zum Planen zu haben. Schließlich war die Veranstaltung zunächst mit Genesenen gedacht, denen man nun auch die Tickets erstatten müsse. Die Organisation des 1G-Festes bräuchte mehr Zeit. 

Draußen im Biergarten der  Fischerhütte gilt weiterhin die 3G-Regelung, es dürfen also auch Getestete kommen. Drinnen gilt 2G (mit Genesenen). Nur für das Oktoberfest hatte das Gasthaus eine 1G-Regelung beschlossen. Als Grund wurde die Ausgelassenheit und das enge Beisammensitzen beim Oktoberfest genannt, was zusammen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko mit sich bringe.