Das Herzzentrum entsteht in einem Neubau auf dem Charité Campus Virchow.
Foto: imago/Jürgen Ritter

BerlinDer Aufbau eines neuen Herzzentrums in Berlin wird mit 100 Millionen Euro vom Bund bezuschusst. Das hat der Haushaltsausschuss des Bundestages am Donnerstagabend beschlossen, wie die Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung am Freitag mitteilte. „Die Bundesmittel sollen in den Jahren 2021-2028 über den Etat des Bundesministeriums für Gesundheit bereitgestellt werden.“ Damit sei der Weg frei für das Projekt. 

Das Land habe bereits 286,9 Millionen Euro für das lange geplante Projekt zugesagt. Das Universitäre Herzzentrum Berlin (UHZB) soll ab 2021 auf dem Gelände des Virchow-Klinikums der Charité im Wedding entstehen. Dort werden die Kompetenzen der Uni-Klinik und des Deutschen Herzzentrums Berlin gebündelt. Vorgesehen ist laut Senatskanzlei ein Neubau mit 28.000 Quadratmetern Nutzfläche und 380 Betten. Behandelt würden sämtliche Herz-Kreislauferkrankungen. Wann es fertig sein soll, ist noch nicht bekannt.

Treibende Kräfte sollen neben den Haushältern Johannes Kahrs und Swen Schulz der Regierende Bürgermeister Michael Müller sowie Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Krach (alle SPD) gewesen sein. „In Berlin entsteht Europas modernstes Herzzentrum“, betonte Regierungschef Michael Müller (SPD). Die Entscheidung des Ausschusses sei „ein Vertrauensbeweis in die hohe Qualität und das große Potenzial der Berliner Herzmedizin“.