Etwa 80 Schwimmer starten beim Berliner Flussbad Pokal 2015 am Bode-Museum.
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Berlin-MitteBerlin ist der Idee eines Flussbads in seiner historischen Mitte ein Stück näher gerückt. Der Senat hat am Dienstag eine Freitreppe beschlossen, die vom Schlossplatz zum Spreekanal hinunterführen soll.

Die Treppe am sonnigen Südwestufer des Kanals, die bei ausreichend sauberem Wasser später ein Baden ermöglichen könnte, gehört zur Festlegung des Stadtumbaugebiets „Umfeld Spreekanal“, teilte der Senat am Dienstag mit. Das Gebiet erstreckt sich von der Fischerinsel bis zur Monbijoubrücke.

„Der heutige Senatsbeschluss ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Rückgewinnung der innerstädtischen Spree als natürliche Ressource für Mensch und Natur“, sagte Jan Edler, Vorstand des Vereins Flussbad Berlin.

Kanal in naturnahen Wasserlauf umwandeln

Der Verein setzt sich seit rund 20 Jahren für ein Sommerbad am Spreekanal ein. Die Hauptidee ist, den Kanal an der Fischerinsel in einen naturnahen Wasserlauf umzuwandeln. Entlang der Friedrichsgracht könnte das Flusswasser so auf natürliche Art gefiltert werden.

Ziel ist, im Abschnitt zwischen dem Auswärtigem Amt und dem Bode-Museum auf einer Länge von 835 Metern das Baden zu ermöglichen. Als erstes soll die Treppe „Schlossfreiheit“ vor dem Humboldt Forum errichtet werden. Für Planung und Bau stehen unter anderem Mittel aus einem Bundesprogramm zur Verfügung. Vorgesehen für die 38 Meter breite Treppe mit Sitzstufen waren im Mai rund sechs Millionen Euro.