Clever Shuttle: Neben dem Berlkönig ist in Berlin Clever Shuttle mit 30 Fahrzeugen und derselben Sharing-Strategie unterwegs. Die Wagen besitzen Elektro- oder Brennstoffzellen-Antrieb. Das Unternehmen wurde von drei Berlinern gegründet, inzwischen ist die Deutsche Bahn mehrheitlich daran beteiligt, auch die Bus-Sparte von Daimler hat investiert. Clever Shuttle hat vom Senat eine Ausnahmegenehmigung für eine Testphase erhalten, darf bislang aber nur mit 30 Fahrzeugen in der Hauptstadt fahren. Die grünen Wagen steuern auch Lichtenberg und Spandau an.

Moia: Auch die VW-Tochter Moia wollte mit bis zu 1000 Fahrzeugen in Berlin starten. Das Ansinnen allerdings wird wohl in Kürze abgelehnt – wegen Berlkönig und Clever Shuttle sei das Angebot „kontraproduktiv“, heißt es aus der Senatsverwaltung für Verkehr. In Hannover aber ist Moia bereits seit Mitte 2018 unterwegs, ab April 2019 startet der Dienst in Hamburg, mit vorerst 100 Fahrzeugen. Innerhalb von einem Jahr soll die Flotte dort auf 500 Kleinbusse anwachsen. Auf Wunsch der Hansestadt hat VW eigens einen Bulli mit Elektroantrieb entworfen.

Uber: Den Kampf gegen den US-Fahrdienst Uber führen Berliner Taxifahrer seit Jahren. Der Bundesgerichtshof hat den Dienst „Uber Black“ in Deutschland im Dezember 2018 untersagt, weil Uber damit gegen das Personenbeförderungsgesetz verstoße. Schon zuvor hat Uber seine Strategie in Berlin aber geändert: Unter dem Namen „UberX“ vermittelt es Fahrten von Mietwagen oder Chauffeurdiensten. Für sie gilt im Gegensatz zu Taxis die Rückkehrpflicht: Die Fahrer dürfen nicht auf der Straße auf Kunden warten, sondern müssen nach jeder Fahrt in ihre Zentrale zurückkehren.

Lyft: Welches wirtschaftliche Potenzial in den Fahrdiensten steckt, zeigt der Erfolg von Lyft in den USA. Das Unternehmen wurde 2012 gegründet, allein Google-Mutter Alphabet hat seither eine Milliarde Euro investiert. Der Marktwert von Lyft wird inzwischen mit mehr als elf Milliarden Dollar bewertet. Damit belegt Lyft allerdings immer noch nur Platz 2 der erfolgreichsten Shared-Mobility-Dienste – hinter Uber mit 120 Milliarden Dollar geschätztem Börsenwert. In Deutschland ist Lyft noch nicht auf der Straße unterwegs, hat aber ein Entwicklungs-Büro in München gegründet.