Berlin - Für einkommensschwache Haushalte treten am 1. Juli neue Mietrichtwerte in Kraft. Das bedeutet, dass Jobcenter und Sozialämter bei der Übernahme der Wohnkosten für Empfänger von Hartz-IV-Leistungen, Sozialhilfe oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz mehr Geld bezahlen. Grund für die Anhebung der Mietrichtwerte ist der neue Berliner Mietspiegel, der im Mai in Kraft getreten ist und eine Anhebung der ortsüblichen Vergleichsmiete um 1,1 Prozent im Vergleich zum Mietspiegel 2019 ausweist. Belief sich die durchschnittliche Miete in Berlin im Jahr 2019 laut Mietspiegel auf 6,72 Euro je Quadratmeter, so beträgt sie nun 6,79 Euro je Quadratmeter Wohnfläche (kalt).

Die Mietrichtwerte, die sich am Mietspiegel orientieren, werden entsprechend angepasst. Für einen Einpersonenhaushalt steigt der Richtwert von bisher 421,50 Euro auf 426 Euro – und zwar für die monatliche Bruttokaltmiete, also die Miete ohne Heizung und Warmwasser. Für einen Zweipersonenhaushalt steigt der Mietrichtwert von 495 auf 500,40 Euro, für Alleinerziehende mit einem Kind von 509,60 Euro auf 515,45 Euro. Ein Dreipersonenhaushalt hat künftig Anspruch auf die Übernahme von Wohnkosten in Höhe von 634,40 Euro, ein Vierpersonenhaushalt auf 713,70 Euro und ein Fünfpersonenhaushalt auf 857,82 Euro. Für jede weitere Person im Haushalt erhöht sich der Mietrichtwert um 100,92 Euro.

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