Das neue Wohnquartier auf dem früheren Freudenberg-Gelände in Friedrichshain hat am Montag Richtfest gefeiert. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) lobte das Projekt als gelungenes Beispiel für die Zusammenarbeit eines privaten Bauträgers mit einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft.

Auf dem Gelände an der Boxhagener Straße und Holteistraße werden 640 Miet- und Eigentumswohnungen gebaut, dazu Büros, Läden und eine Kita. Der Bau ist derzeit eines der größten innerstädtischen Neubauprojekte. Ende 2018 soll alles fertig sein.

Eigentumswohnungen sind schon verkauft

Das Quartier wird von der Baufirma als „Boxseven“ genannt, „Box“ wegen der Boxhagener Straße. Zudem besteht das weitläufige Gelände aus sieben Teilen mit sechs Neubauten und einer Grünfläche. Von den insgesamt 640 Wohnungen sind 190 teure Eigentumswohnungen, 325 teure Mietwohnungen und 125 günstigere Mietwohnungen, von denen 90 über die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge zu Einstiegsmieten von 6,50 Euro pro Quadratmeter vergeben werden sollen.

Die Bebauung in dem beliebten Viertel war lange sehr umstritten. Nachbarn befürchteten weitere Mietsteigerungen in dem ohnehin schon teuer gewordenen Kiez. Die meisten Eigentumswohnungen auf dem Gelände sind bereits verkauft. Weitere werden für knapp 500.000 Euro im Internet zum Kauf angeboten. Die Quadratmeterpreise liegen bei 4 500 Euro.

Das bisherige Freudenberg-Areal war Ende des 19. Jahrhunderts ein Industriegebiet und liegt heute nahe dem Ostkreuz in dem besonders bei jungen Touristen beliebten Kiez rund um den „Boxi“, den Boxhagener Platz. (dpa)