Am Vormittag danach scheint – wie überall in Berlin – die Sonne auf den Kiez an der Rigaer Straße in Friedrichshain. Die bemalten, besprayten, wild mit Demo-Aufrufen und linken Pamphleten beklebten Häuser rund um das Wohnprojekt Rigaer?94 strahlen scheinbar um die Wette. Die meisten der Häuser sind verschlossen, nur die 94 ist offen. Man kann durch den Eingang auf den Hof laufen. Dort stapelt sich allerhand Gerümpel, Schutt, Sperrmüll, offensichtlich aus Wohnungen oder dem Dachstuhl, aber auch alte Fahrräder.

Bei einer Razzia am Mittwochabend hatten Polizisten in dem Haus zahlreiche Gegenstände beschlagnahmt. Im Hof und im Keller entdeckten sie eine große Menge Pflastersteine, die in Einkaufswagen und Plastikwannen aufbewahrt wurden. Zudem beschlagnahmten sie Eisenstangen und aus Nägeln gefertigte Krähenfüße, mit denen Autoreifen beschädigt werden können. Auch Stahlgitter, die zum Verbarrikadieren des Gebäudes geeignet sind, wurden gefunden.

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