Berlin - Das Etablissement im dritten Stock der Giesebrechtstraße 11 in Berlin-Charlottenburg war von eindrucksvoller Größe. Hatte man das Klingelschild mit der Aufschrift „Pension Schmidt“ gedrückt, betrat man eine rund 500 Quadratmeter große Etagenwohnung. Vom großen Empfangsraum, dem mit viel Plüsch, schweren Polstermöbeln und Kristallleuchtern ausgestatteten Salon, ging ein Flur ab, der zu insgesamt neun, luxuriös gestalteten Schlafzimmern führte.

Bis die Pension Schmidt im Jahr 1943 nach einem amerikanischen Bombenangriff ausbrannte, war sie „das prominenteste Etablissement käuflicher Liebe im Dritten Reich“, wie der Publizist Hans-Peter Bleuen in seinem Buch „Das saubere Reich. Theorie und Praxis des sittlichen Lebens im Dritten Reich“ schrieb.

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