Berlin - René L. war verliebt in eine Frau, die schon ein Kind hatte. Es heißt, er habe demnächst selbst Vater werden sollen. Am 23. Januar dieses Jahres wurde René L. in der Hasenheide in Neukölln brutal zusammengeschlagen. Es gibt ein Foto von ihm, auf dem er mit völlig blutigem Gesicht, zugeschwollenen Augen und geschwollenen Lippen zu sehen ist. Ein Polizist hat es als Beweismittel gemacht, bevor René L. mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde. Acht Tage später starb der Jugendliche auf der Intensivstation – kurz vor seinem 18. Geburtstag.

Als das Foto von René L. an diesem Mittwoch zum Auftakt des Prozesses gegen die mutmaßlichen Peiniger des Jugendlichen gezeigt wird, herrscht Stille im Saal. Vor dem Berliner Landgericht sind drei junge Männer und eine Frau wegen des Todes von René L. angeklagt. Staatsanwalt Sebastian Warneck wirft dem 25-jährigen Jason F. und dem ein Jahr jüngeren Leon Fr. vor, René L. ermordet zu haben. Sie sollen den Jugendlichen heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen zusammengeschlagen und getötet haben. Die Anklage gegen den 22-jährigen Falco K. und die gleichaltrige Aileen T. lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge und Beteiligung an einer Schlägerei. Für sie sei der tödliche Ausgang der Prügelattacke vorhersehbar gewesen, so der Staatsanwalt.

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