Hohenschönhausen - Generalleutnant Nikolaj Kowaltschuk misstraute jedem, überall sah er Feinde, in der Bevölkerung ebenso wie in seinem Apparat. 1946 hatte der russische Geheimdienst MGB etwa 300 Häuser rund um den Orankesee und den Obersee okkupiert. Die sowjetische Armee vertrieb die Bewohner, das Viertel wurde zum Sperrgebiet und Kowaltschuk war der ranghöchste Geheimdienstoffizier vor Ort. Und wohl auch der gefürchtetste. Er unterdrückte alles, was sich gegen die sowjetische Besatzung richtete, erzählen Zeitzeugen. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres 1949 hatte er angeordnet, 1060 Deutsche zu verhaften.

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