Berlin - Wenn es nach dem Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Torsten Schneider, geht, müssten die landeseigenen Unternehmen den Erwerb der knapp 15.000 Wohnungen von der Vonovia und der Deutsche Wohnen finanzieren können. „Ich kenne nur stille Reserven und bin der Auffassung, man könnte aus den Wohnungsbaugesellschaften eine Milliarde abziehen“, sagte Schneider jedenfalls am Mittwoch im für Finanzen zuständigen parlamentarischen Hauptausschuss. Tatsächlich sieht es aber zumindest für eines der landeseigenen Unternehmen, die Degewo, gar nicht rosig aus. Das zeigen interne Unterlagen für eine Degewo-Aufsichtsratssitzung am 24. Juni dieses Jahres.

Darin heißt es mit Verweis auf den zum damaligen Zeitpunkt geplanten Ankauf von 4381 Wohnungen, dass dieser die Finanzierungsfähigkeit des Unternehmens „erheblich“ belaste. Der Ankauf im Jahr 2021 führe zu einer vorzeitigen Inanspruchnahme zukünftiger Investitionspotenziale und verlange „eine Prüfung der Unternehmensplanung in den Folgejahren“. Die Umsetzung von Projekten wie die 275 Millionen Euro teure Sanierung der Wohnanlage in der Schlangenbader Straße in Wilmersdorf oder die auf 90 Millionen Euro angesetzte Sanierung der Schöneberger Terrassen sowie Ausgaben für den Klimaschutz seien „zu diskutieren“.

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