Berlin könnte das Müll-Problem bald wie in Österreich lösen

Berlin - Mittwoch geht es nach Österreich. Der Grund: Seit Jahren bekommt Berlin seine Müllsorgen nicht in den Griff, man will von den Ösis lernen.

Nun könnte eine Müll-Polizei wie in Wien auch in Berlin zum Einsatz kommen. Das ist zumindest die Forderung von SPD-Abgeordneten, die von Berlin in die österreichische Hauptstadt fliegen. Reporter Christian Gehrke ist mit dabei und wird die österreichischen Müll-Sheriffs vor Ort begleiten.

Vorbild für Berlin

Der SPD-Abgeordnete Joschka Langenbrinck sagte am Mittwoch am Flughafen in Tegel: "Wien zeigt, dass eine Großstadt den Kampf gegen Müll gewinnen kann. Das sollte Berlin ein Vorbild sein." Er wird von den SPD-Kollegen Clara West, Tino Schopf, Franziska Becker begleitet.

Seit Jahren hat die Hauptstadt Probleme mit stetig wachsenden Müllmengen. Sperrmüll wie Kühlschränke, Tische und Stühle wird einfach auf der Straße abgestellt. Spitzenreiter unter den Bezirken ist Neukölln. Die Kosten für die Entsorgung belaufen sich jährlich auf mehrere Millionen Euro. Wien hatte ähnliche Probleme. Die Österreicher führten 2008 eine Müll-Polizei ein. Wird ein Vergehen von den speziellen Ordnungshütern entdeckt, drohen 35 Euro Strafe - oder mehr.