In Köpenick ist überraschend ein kostbares Baudenkmal entdeckt worden: Das kleine Holzhaus aus dem Jahr 1911 steht auf einem Gartengrundstück in der Ostendorffstraße 7 und soll einem Neubau weichen. Zwar ist der Bauantrag für ein Mehrfamilienhaus schon eingereicht, aber noch gibt es Hoffnung auch für die Weiterexistenz des idyllischen Hauses mit seiner schmalen Veranda, dem angebauten Toilettengelass, den fein geteilten Fenstern und dem breit hütenden Walmdach. Der Eigentümer ist bereit, das Gebäude kostenlos abzugeben. Allerdings muss man einiges Geld für die Demontage, den Abtransport und den Wiederaufbau haben.

Als Forscher der 1990er-Jahre die Denkmallisten der DDR überarbeiteten, damit sie zum neuen gesamtberliner Denkmalgesetz passten, war das Haus durch die Raster gefallen. Zudem schien das einstige Sommerhaus relativ ungefährdet zu sein: Seit 1961 in den Händen der immer gleichen Familie, war es wohlgepflegt und offenkundig geliebt. Niemand ahnte (mehr als 100.000 Wohnungen standen damals leer), dass das große Grundstück einen Wert erhalten könnte, der die Familiengefühle übersteigt.

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