Endlich Schluss mit dem ewigen Pessimismus! Warum das Jahr 2023 gut wird

Derzeit sehen viele Leute unsere Welt vor dem großen Niedergang. Aber war das „Horrorjahr“ 2022 wirklich nur schlecht?

Auch das nächste Jahr hat wieder 365 Tage.
Auch das nächste Jahr hat wieder 365 Tage.imago

Erinnern Sie sich noch an die Fernsehmoderatorin Nina Ruge und ihren Satz „Alles wird gut“? Das war die Zeit, als man mit einem solch gnadenlos unausgewogenen Satz noch richtig auffallen konnte. Ein kindhaftes Schwarz-Weiß-Denken, das die Welt in Gut und Böse einteilt, in Schwarz und Weiß. Eine Welt, in der am Ende alles gut wird. Wie im Märchen.

Natürlich wird nicht alles gut. Ich zumindest kenne nur Menschen, die sterben werden. Leider. Aber ist dies ein Grund, nur negativ auf die Welt zu schauen oder auf das zu Ende gehende Jahr?

Sicher nicht. Früher fielen Leute, die den baldigen Weltuntergang vorhersagten, eher in die Gruppe der Fanatiker oder religiösen Irrlichter, heute aber ist eine düstere Sicht weit verbreitet.

Auch deshalb sagen viele, dass nun ein besonders hartes Horrorjahr zu Ende geht: Pandemie, Pflegenotstand und Putins Krieg, dazu Wirtschaftskrise, Inflation und Mangelwirtschaft, nicht zu vergessen: die Revolte im Iran, der Dürresommer, Missernten, Klimakrise und kalte Heizungen.

Andere wagen einen nicht ganz so pessimistischen Blick und freuen sich, dass Boris Johnson und Jair Bolsonaro weg sind und dass Trump tendenziell eher hinter Gittern als wieder im Oval Office sitzen wird. Sie sind erleichtert, dass sich der Angriff auf die Ukraine bislang nicht zu einem Weltkrieg ausgeweitet hat und die Atomwaffen ungenutzt blieben. Außerdem wird die Pandemie zur Endemie, und der Gaspreis ist wieder so niedrig wie vor dem Krieg.

Es ist immer auch eine Frage des Blickwinkels, ob alles nur gut oder nur schlecht erscheint. Nicht alles ist Schwarz oder Weiß. Es ist auch nicht entscheidend, dass endlich wieder die vielen Grautöne gesehen werden, sondern dass mehr Leute erkennen, dass die Welt viel bunter ist, als oft behauptet wird.

Denn eines ist sicher: Wer in der Menschheitsgeschichte vor der nahen Apokalypse gewarnt hat, hatte bislang unrecht. Die Welt ist noch da. Wir auch. Noch geht die Sonne jeden Morgen auf. Es gibt also noch Hoffnung – und es gibt noch viel zu erledigen. Sehr viel sogar.

Versuchen wir es im neuen Jahr trotz aller Probleme doch einfach mal mit ein wenig mehr Gelassenheit. Das Leben ist schon ernsthaft genug, da müssen wir nicht noch zusätzlich Pessimismus darüber gießen. Das soll kein Aufruf zur Leichtsinnigkeit sein, sondern ein Aufruf zur Abkehr von der Dauerhysterie und vom ständigen Alarmismus der sozialen Medien.

Wer permanent Angst hat, ist paralysiert und hat keine Lust mehr, etwas zu ändern, etwas zu verbessern und nach machbaren Lösungen zu suchen. Wer nur Angst hat, verfällt in Fatalismus oder neigt zu blindem Aktionismus.

Alles nicht sonderlich hilfreich.

Nun also Silvester 2022. Der Wetterbericht sagt bis zu 17 Grad in Berlin voraus. Die einen beklagen, dass der Klimawandel wieder zuschlägt. Andere ärgern sich, dass sie ihr Partybier nun nicht auf dem Balkon kühlen können. Die nächsten freuen sich, dass sich die Gasspeicher nicht weiter leeren.

Sie alle haben Recht, aber alle eben nur ein wenig. Im Guten ist oft auch etwas Schlechtes und im Schlechten manchmal auch Gutes. Und nach dem miesen 2022 behaupten wir an dieser Stelle ganz mutig: 2023 wird vieles gut. Es wird hoffentlich kein Jahr in schwarz-weiß, sondern ein schönes buntes Jahr.


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