Berlin - Dämpfer für die Pläne von Google: Ursprünglich wollte der Internetkonzern im November dieses Jahres im ehemaligen Umspannwerk an der Ohlauer Straße in Kreuzberg sein Start-up-Zentrum eröffnen. Doch das könnte sich verzögern. Offenbar hapert es nämlich an der Baugenehmigung.

Der Bauantrag für den Google-Campus sei abgelehnt worden, sagte Julian Schwarze, Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg, gegenüber der Tageszeitung "neues deutschland". Begründet wurde die Ablehnung demnach unter anderem mit dem Immissionsschutz und der geplanten baulichen Dichte. "Durch das geplante Einziehen einer zusätzliche Etage in den historischen Bau wäre auch die für die Gegend festgelegte Geschossflächenzahl überschritten", so Schwarze weiter. Unklar sei auch, ob das Landesdenkmalamt Einwände gegen die Umbaupläne des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes hat. 

Google kann noch nachbessern

Das Bauantragsverfahren ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Das bedeutet, dass Google jetzt noch seine Pläne nachbessern kann. Google-Sprecher Ralf Bremer erklärte: "Wir freuen uns weiterhin auf den Campus Berlin im Umspannwerk, dessen Umbau, wie im November angekündigt, weiter voranschreitet." Man arbeite eng mit den zuständigen Behörden zusammen, um die historischen Merkmale des Gebäudes nicht nur zu bewahren, sondern im Sinne des Projekts und der Umgebung hervorzuheben.

"Es wird noch hipper"

Berlin ist die siebte Stadt weltweit, die einen Google-Campus bekommen soll. Im Umspannwerk in Kreuzberg soll auf 2400 Quadratmetern ein Schulungs- und Trainingszentrum für Start-up-Gründer entstehen.