Ein Wildpinkler in Kreuzberg ist am Dienstagnachmittag völlig ausgerastet und hat mehrere Personen verletzt. Der 37-Jährige verrichtete am Mehringdamm völlig ungeniert seine vermeintliche Notdurft. Ein 18-Jähriger beobachtete die Szene zufällig in einem Fahrzeug, sprach den Wildpinkler an und bat ihn, eine Toilette aufzusuchen.

Der Angesprochene reagierte sofort aggressiv und drohte dem 18-Jährigen Schläge an. Als dieser aus dem Fahrzeug ausstieg, machte der Mann seine Drohung wahr und schlug mehrfach zu. Dabei hielt er einen sogenannten Schlagverstärker in seiner Faust.

Erst mit Verstärkung gelang es der Polizei, Handschellen anzulegen 

Polizisten in Zivilkleidung, die gerade ein Fahrzeug überprüften, wurden auf die Situation aufmerksam und gingen sofort dazwischen, riefen „Stopp! Polizei“. Einer der Beamten hielt dem 37-Jährigen seinen Dienstausweis entgegen. Der Mann zeigte sich völlig unbeeindruckt, ging auf die Polizisten los. Die Beamten versuchten daraufhin, ihm die Handfesseln anzulegen, was misslang, weil der 37-Jährige aggressiv um sich trat und schlug.

Schließlich gelang es den Polizisten, den Wüterich zu Boden zu bringen und dort bis zum Eintreffen von Unterstützungskräften festzuhalten. Erst mit der Hilfe weiterer Polizeibeamten gelang es, dem 37-Jährigen schließlich die Handschellen anzulegen.

Anschließend kam er ins Polizeigewahrsam, wo ihm wegen offenkundigen Alkoholkonsum und Verdacht auf weitere Drogen Blut abgenommen wurde. Neben dem verwendeten Schlagverstärker fanden die Beamten bei dem Festgenommenen auch noch ein Einhandmesser. Der 18-Jährige erlitt leichte Gesichtsverletzungen, lehnte eine ärztliche Behandlung jedoch ab. Zwei Polizisten wurden durch die Widerstandshandlungen leicht verletzt und traten vom Dienst ab.

Gegen den 37-Jährigen wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands und Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. (Red.)