Berlin - An einem grauen Tag Anfang März sitzt Thorsten Willenbrock vor einer Tasse Milchkaffee und sagt der  Berggruen Holdings GmbH den Kampf an. „Wir werden so viel Ärger machen, wie es nur geht“, sagt er. Willenbrock ist ein schmaler Mann Anfang  fünfzig, der den Kragen seines Hemdes über dem Pulli trägt, dazu eine Brille mit feinem Silberrahmen. Willenbrock ist Buchhändler. Wie viel Ärger kann einer wie er machen? „Sehr viel“, sagt er. „Zum Beispiel mit Postkarten.“

Postkarten an die Investmentfirma des Milliardärs Nicolas Berggruen, seinen Vermieter – das ist Willenbrocks Waffe. Die Karten sollen seine Kunden und Nachbarn schicken. Sie sollen Berggruen sagen, was sie davon halten, dass Willenbrock seinen Buchladen Kisch & Co. in ein paar Wochen schließen muss, weil Berggruen die Miete erhöhen wollte und Willenbrock das nicht zahlen konnte.

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