Berlin - Die Temperaturen fallen, es wird schon am späten Nachmittag dunkel, der Wind wird dann und wann zu einer steifen Brise und eine regenfeste Jacke wird zum liebsamen Begleiter. Der Herbst ist da. Und immer wenn in Berlin der Herbst kommt, gehen überall die Lichter an.

„Berlin leuchtet“ und das „Festival of Lights“ lassen die Stadt in bunten Illuminationen erstrahlen. „Licht verbindet“ – unter dem diesjährigen Motto werden zum zwölften Mal in Folge die Wahrzeichen der Stadt, sowie besondere alte und neue Gebäude in Lichtkunst getaucht.

„Berlin leuchtet“ lässt die Stadt schon seit 30.September in hellem Glanz erstrahlen, die Premiere vom „Festival of Lights“ fand am vergangenen Freitag am Fernsehturm statt. Unter dem Motto „Art & Nature“ projizieren hier Zehn verschiedene Licht- und Videokunstgruppen, in einer gut 20-minütigen Show ihre Projekte an Berlins höchstes Gebäude. Publikum und Zuschauer können im Internet die beste Illumination für den „Festival of Lights – Award“ küren.

Für eine kleine Inspiration, wie man seinen Abendspaziergang durch das schöne Berliner Lichtermeer am besten planen kann, haben wir uns ein paar Gedanken gemacht, unsere Route für Lightseeing-Tour":

Berliner Dom

An einem der wohl beliebtesten Illuminationen der letzten Jahre und dieses Jahr bei „Berlin leuchtet“ im Programm, kann man gut starten. Mehrere Künstler tauchen die Fassade des 75 Meter hohen Gebäudes mit wechselnder Lichtkunst in eine „Symbiose aus Fotografie und Grafikretusche“. Gleich um die Ecke liegt unsere nächste Station, Berlins höchstes Gebäude…

Alexanderplatz
Auf der Seite vom Neptunbrunnen hat man die beste Sicht auf den Fernsehturm, der dieses Jahr Leinwand für den zweiten „Festival of Lights Award“ ist. Bei musikalischer Untermalung kann man sich hier die jeweils einminütigen Shows der verschiedenen Künstlergruppen anschauen und dabei vielleicht noch eine kleine Stärkung zu sich nehmen, bevor es weiter in Richtung des Alten Stadthauses geht.

Altes Stadthaus
Der Berliner Modedesigner Guido Maria Kretschmer hat das Alte Stadthaus in der Klosterstraße 47, dass erstmalig beim „Festival of Lights“ dabei ist, mit Hilfe von Lichtkunst neu eingekleidet. Individuell und aufregend sind die modischen Arbeiten in jedem Fall eine Bereicherung für das Lichtfest. Am ebenfalls ausgeleuchteten Nikolaiviertel und der in Videokunst gehüllten Nikolaikirche vorbei, geht es dann zum Gendarmenmarkt.

Gendarmenmarkt
Wohl einer der schönsten Plätze in Berlin bietet gleich drei wunderbare Motive. Auch in diesem Jahr mit Musik verbunden lässt „Berlin leuchtet“ das Konzerthaus mit verschiedenen Themen, wie zum Beispiel „Wasser“ oder „Liebe“ illuminieren und versetzt den gesamten Platz damit in verschiedene Stimmungen. In passenden Farben angestrahlt stehen sowohl der Französische als auch der Deutsche Dom dem Konzerthaus dabei Spalier.

Potsdamer Platz
Zum Abschluss kann man hier auf der alten Potsdamer Straße seine Eindrücke sacken lassen und die „Indian Summer Allee“ genießen. Die Bäume rechts und links der Straße sind in Anlehnung an den nordamerikanischen Indian Summer, von „Berlin leuchtet“ in warmen Farben angestrahlt. Zum krönenden Abschluss kann die kleine Strecke zum Piano-See an der Staatsbibliothek weitergeschlendert werden. Hier treiben wieder Hunderte beleuchtete Papierschiffchen über den See.

Leuchtendes Finale am Ernst-Reuter-Platz

Wer am Potsdamer Platz angekommen noch immer nicht genug hat, setzt sich in die U2 Richtung Ruhleben und fährt bis zum Ernst-Reuter-Platz. Hier gibt es eine umfangreiche „Lichtmeile“ zu bestaunen. Verschiedene Künstler haben mit zahlreichen Lichtinstallationen, Illuminationen und Soundeffekten einen magischen Ort aus dem vielbefahrenen Kreisverkehr geschaffen.