Berlin-Lichtenrade - Ein Familiendrama in Lichtenrade beschäftigt die Mordkommission seit Mittwochabend. Gegen 21.30 Uhr hatte sich ein Familienvater bei der Feuerwehr gemeldet und berichtet, dass seine Tochter bewusstlos ist und stark blutet. Er habe sie in der Wohnung in der Groß-Ziethener Straße so aufgefunden, als er nach Hause kam. 

Der Mutter der Dreijährigen wird nun Totschlag vorgeworfen

Ein Notarzt und Sanitäter kümmerten sich um das Kind. Sie versorgten eine tiefe Stichwunde am Hals und versuchten das Mädchen zu reanimieren. Das gelang zunächst. Sie brachten das Opfer in ein Krankenhaus, wo die Dreijährige starb.

Indes kümmerte sich die Polizei um die 44 Jahre alte Mutter. Sie saß regungslos in der Wohnung. Neben ihr lag eine Schere, an der Blut haftete. Schnell kam der Verdacht auf, dass Aleksandra K. ihre Tochter mit der Schere erstochen haben könnte. Sie wurde festgenommen. Ihr wird nun Totschlag vorgeworfen. Die Familie sei intakt gewesen, berichteten Anwohner des Mehrfamilienhauses.

Haftrichter ordnete Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik an

Aleksandra K. wohnte zusammen mit dem Vater ihrer Tochter in einer Zwei-Zimmer-Wohnung. Verheiratet waren die Eltern, die ursprünglich aus Polen stammen, nicht. Vor zwei Jahren waren sie in die Wohnung gezogen. Seit einigen Wochen arbeitete Aleksandra K. in einer Kita. Sie habe einen glücklichen Eindruck gemacht, sagte eine Nachbarin am Donnerstag.

Bei der Vernehmung einer Mordkommission gestand Aleksandra K. die Tat. Am Donnerstagnachmittag wurde die 44-Jährige einem Haftrichter vorgeführt, der aufgrund einer psychischen Erkrankung die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik anordnete. (eri., lex., ls.)