Berlin - Am Sonntag kommen sich 44.000 Marathon-Läufer und 22.000 Wähler ins Gehege: Die Laufstrecke durchschneidet 30 der 1779 Stimmbezirke für Bundestagswahl und Tegel-Volksentscheid. Deshalb müssen die Wahlberechtigten die Strecke überqueren, um zum Wahllokal zu gelangen.

Damit das kollisionsfrei klappt, gibt es mehrere Möglichkeiten:

Die Querungsstellen und die Zeiten zwischen dem ersten und dem letzten Läufer sind auf der Grafik links zu sehen. Wer sich dennoch nicht zurechtfindet (gilt auch für Autofahrer, die einen Weg über die Strecke suchen), kann während des Marathons bei der Polizei anrufen: Tel. 4664740790. Für alle anderen Fragen zur Wahl gibt es eine andere Nummer: Tel. 90212000 bei der Landeswahlleiterin. 

Hat man keinen Internet-Zugang, um sich die Informationen online zu beschaffen, gibt es am Sonnabend (8-14 Uhr) und Sonntag (8-18 Uhr) Auskunft zum Beispiel darüber, wo sein Wahllokal ist, wenn man die Wahlbenachrichtigung verbummelt hat. Oder wie man noch wählen kann, wenn man es wegen plötzlicher Erkrankung am Sonntag nicht ins Wahllokal schafft.

Wer Briefwahl beantragt hat – bis Mittwoch waren es fast 662.000 der etwas über 2,469 Millionen Wahlberechtigten – und den Brief noch nicht abgeschickt hat, sollte ihn keinesfalls mehr in die Post geben: Die Gefahr ist zu groß, dass er nicht mehr zugestellt wird. Stattdessen kann man ihn noch Freitag bis 13 Uhr in der Briefwahlstelle seines Bezirks persönlich abgeben oder bis Sonntag, 18 Uhr, in den jeweiligen Hausbriefkasten einwerfen.

Für die Sicherheit rund um die Strecke sollen am Sonntag 850 Polizisten sorgen. Das sagte der Chef des Verkehrsdienstes in Berlin, Markus van Stegen.

Infos und alle Adressen finden sich hier: www.wahlen-berlin.de