Jazz gefällig? Rock, Samba, oder Swing? Für jeden etwas und scheinbar auch an jeder Ecke entlang der Strecke des 40. Berlin-Marathons gab es Musik. Etwa 100 Bands machten den 40.000 Läufern Beine. Und mancher Musiker legte sich fast so ins Zeug wie die Läufer auf ihrem 42,195 Kilometer Weg durch die Stadt. Im Laufe des Tages wechselte das Wetter von besonders läuferfreundlichen 6 Grad zu endlich auch besucherfreundlichen 15 Grad am Nachmittag. So kam es, wie es beim Berlin-Marathon eigentlich immer ist: toller Sport bei toller Stimmung.

Entlang der Strecke jubelten Angehörige, Freunde und Kollegen den Läufern zu, sie hatten Rasseln, Klatschpappen und selbst gemalte Schilder dabei. Viele Läufer lobten die besonders gute Stimmung am Innsbrucker Platz und am Wilden Eber. Die gute Laune dort konnten sie gut gebrauchen, denn die darauffolgenden Kilometer sind die beschwerlichsten. Der Hohenzollerndamm zwischen Kilometer 29 und 31 steigt leicht an.

Entspannte Lage

Etwa 1000 Polizisten, 430 Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes waren im Einsatz. Die Lage sei entspannt gewesen, hieß es. Insgesamt haben 4500 Polizisten, Feuerwehrleute und medizinisches Personal die Veranstaltungen am Wochenende betreut. Zu den 760 Medizinern gehörten auch 280 Physiotherapeuten, die entlang der Strecke und am Ziel Läufer massierten.

Für einen 71 Jahre alten Mann allerdings kam jede medizinische Hilfe zu spät. Beim Inline-Skater-Wettbewerb am Sonnabend versagte sein Herz, er brach am Kottbusser Tor in Kreuzberg zusammen. Notärzte konnten ihn kurzzeitig reanimieren, doch wenig später starb der Mann.