Die Debatte um die Gestaltung der historischen Mitte entwickelt sich immer mehr zu einem Machtkampf zwischen dem Lager um SPD-Chef Jan Stöß und Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD). Nachdem Müllers Senatsbaudirektorin Regula Lüscher den Vorschlag des SPD-Chefs für eine Internationale Bauausstellung (IBA) in der historischen Mitte als nicht mehr zeitgemäß abgewiesen hat, konterte am Montag das Stöß-Lager mit heftiger Kritik an Lüscher.

Volker Härtig, Vorsitzender des SPD-Fachausschusses „Soziale Stadt – Bauen Wohnen Stadtentwicklung“ und Stöß-Vertrauter, sagte: „Frau Lüscher hat kein IBA-Konzept, sondern allenfalls etwas beliebig wirkende Überlegungen“, die das Land Berlin wenig kosten sollen. Die einst starke Marke IBA werde dadurch „weiter verwässert und abgewertet“. Lüscher hatte in der Berliner Zeitung zuvor erklärt, dass es in den städtebaulichen Diskussionen heute darum gehe, die großen Siedlungen der Nachkriegszeit an der Peripherie zu reurbanisieren. Eine reine IBA zur Revitalisierung der Innenstadt könne sie sich nicht vorstellen.

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