Berlin - Immobilien-Investoren würden sofort zuschlagen, doch das will die Verwaltung verhindern: Der Zwinger von Berlins letzter Stadtbärin Schnute befindet sich in bester Lage in Berlin-Mitte.

Doch auch fast ein Jahr nach deren Tod weiß der Bezirk noch nicht, was er mit dem Areal anfangen soll. Sicher ist nach Angaben der Umwelt- und Kulturstadträtin Sabine Weißler (Grüne) nur, dass das Grundstück möglichst nicht bebaut werden soll.

„Wir suchen nach einer Idee, die das Quartier nicht verschlechtert“, sagte sie. Es gehe darum, die Bebauung nicht noch mehr zu verdichten. Jede Fläche, die die Luftqualität verbessere, müsse erhalten bleiben.

Ein Zweckbau ohne Zweck

„Es ist eine unglückliche Immobilie“, sagt Weißler mit Blick auf den 1939 eröffneten Zwinger. Für Ausstellungen oder ein Café seien die Räume zu klein. Auch für pädagogische Zwecke sei die Immobilie nicht nutzbar.

„Es ist ein Zweckbau für einen Zweck, den es nicht mehr gibt“, so die Stadträtin. Selbst für die Bären, die dort jahrzehntelang lebten, sei der Zwinger ungeeignet gewesen. „Da hatten die Tierschützer schon recht“, so Weißler.

Auf der Suche nach Interessenten habe die Verwaltung bereits beim benachbarten Märkischen Museum und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung angefragt, ob Interesse bestehe. Doch beide hätten abgelehnt. „Es wird weiter diskutiert. Es gibt noch keine Entscheidung“, betonte die Stadträtin.