Berlin - Mit Regenbogenflaggen und weißen Tauben auf blauem Grund haben in Berlin Tausende Menschen gegen Krieg demonstriert. Sie zogen am Samstag unter dem Motto „Die Waffen nieder!“ vom Alexanderplatz zur US-Botschaft am Brandenburger Tor, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Sie sprach von mehr als 5000 Teilnehmern. Angemeldet waren von Seiten des Veranstalters 10.000.

Knapp 200 Organisationen aus ganz Deutschland hatten im Vorfeld angekündigt, mitzulaufen. Die Demonstranten verlangten auf Plakaten, Transparenten und Ansteckern etwa „Frieden schaffen ohne Waffen“ oder „Raus aus der Nato“.

Mit ihrem Appell forderten die Friedensaktivisten die Bundesregierung dazu auf, Auslandseinsätze der Bundeswehr zu beenden, den Rüstungsetat der Bundesregierung zu reduzieren und Rüstungsexporte zu stoppen. Organisatoren der Demonstration waren der Bundesausschuss Friedensratschlag, die Kooperation für den Frieden und die Berliner Friedenskoordination.

Wegen der Veranstaltung kam es zu Verkehrseinschränkungen, Ausfällen bei Bus und Bahn sowie Straßensperrungen. Der Demonstrationszug verlief über Alexanderstraße, Karl-Liebknecht-Straße, Torstraße, Friedrichstraße, Reinhardtstraße, Kronprinzenbrücke, Otto-von-Bismarck-Allee, Willi-Brandt-Straße, Heinrich-von-Gagern-Straße, Yitzhak-Rabin-Straße, Straße des 17. Juni bis zum Brandenburger Tor.

Für die Abschlusskundgebung sind die Straße des 17. Juni zwischen der Yitzhak-Rabin-Straße und dem Brandenburger Tor, sowie die Ebertstraße zwischen Behrenstraße und Dorotheenstraße schon seit 13 Uhr gesperrt. Die Demonstration wird voraussichtlich bis 17 Uhr andauern. (BLZ)