In der Luisenstadt wird das Parken künftig nicht mehr kostenlos möglich sein. „Wir führen dort im kommenden Jahr zwei neue Parkzonen ein“, sagte am Donnerstag Carsten Spallek (CDU), der Baustadtrat in Mitte. Viele Anwohner hätten das seit Jahren gefordert, weil es in den Straßen tagsüber kaum freie Parkplätze gibt.

Kostenpflichtig wird das Gebiet zwischen Spree und der Grenze zu Kreuzberg, westlich reicht es bis zum Spittelmarkt und der Axel-Springer-Straße. Dort besteht schon eine Parkraumbewirtschaftung, diese Straßen werden künftig zur neuen Zone in der Luisenstadt gehören.

Anwohnerparken in mehreren Straßen

50 Cent wird das Parken je angefangene Viertelstunde kosten. Das hat das Bezirksamt am Dienstag beschlossen. Bezahlt werden muss montags bis freitags 9–20 Uhr sowie sonnabends 9–18 Uhr. In mehreren Straßen dürfen künftig aber nur Anwohner ihre Autos abstellen. Dazu zählen etwa die Adalbert- und Melchiorstraße sowie Teile von Wohnstraßen wie die Alexandrinen- und die Stallschreiberstraße.

Nach Angaben von Spallek wird das Parken ab Herbst 2017 kostenpflichtig. Zuvor müssen erst Parkscheinautomaten gekauft und aufgestellt werden. Auch werden zwölf neue Mitarbeiter im Ordnungsamt eingestellt, die die Parkzonen überwachen sollen. Bisher sind die Parkplätze vor allem von Autofahrern blockiert, die in der Luisenstadt arbeiten etwa bei Vattenfall sowie in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Die Gutachter haben auch berechnet, dass die neuen Parkzonen vom Bezirk wirtschaftlich zu betreiben sind: Mit 1,1 Millionen Euro Einnahmen rechnet der Bezirk pro Jahr, davon eine halbe Million Euro aus den Parkscheinautomaten. Abzüglich der Kosten für Personal und Automaten wird ein Gewinn von 330.000 Euro erwartet.